Shellac / Schellack was steckt dahinter?

Ich habe hier ein Thema, das mich immer wieder begleitet hat: auf jeder Messe war es zu finden und auch viele Kunden haben mich angesprochen. Sogar ins Frühstücksfernsehen ist es mit einem eigenen Beitrag gekommen. Also hat es sich auch einen Artikel darüber im HORN&HAUT-Blog verdient.
In dem Beitrag im Frühstücksfernsehen, in dem ausgiebig über die ganzen Vorteile von einer Schellac-Maniküre berichtet wurde, wurden leider nicht alle Sachen aufgedeckt.

Es wurden zwei Frauen im Alltag begleitet – eine mit einer „einfachen – normalen“ Maniküre, eine mit Shellac. Das Resultat war, dass mit Shellac alles top & ok ist, und die Anwendung im Nagelstudio zwar ein wenig teurer ist, sich jedoch lohnt. Jetzt frage ich mich warum es keine Kritik gab und was das Geheimnis von Shellac ist.

Die Gewinnung von Shellac (oder auf deutsch: Schellack)

Die Versiegelung der Nägel funktioniert super gut, auch das Endergebnis ist wirklich – bei entsprechender Lackierung – gut.

Die Geschichte des Shellacs

Shellac ist nicht erst in den letzten Jahren bekannt oder gar erfunden worden, sondern die (meist stark rote) Farbe wurde bereits (laut gefunden Quellen) im 15 Jahrhundert für Kosmetika, Leder und Stoffe benutzt.
Im 19 jahrhundert wurde dann der eigentliche „Lack“ auch als solcher verwenden: nämlich als Holzschutzlack für Gebäude. Und zu dieser Zeit war es der beste Holzschutzlack.

Woher kommt der Rohstoff?

Bei Shellac (E 904) handelt es sich um die Ausscheidungen der sogenannten Lackschildlaus, die dieses Harz zum Schutz ihrer Brut benutzt. Die Läuse werden überwiegend in Indien und China kultiviert. Das Sekret ist vielfach einsetzbar z.B.  als Möbelpolitur, als Überzugsmittel auf Medikamenten, als Klebestoff in Rauchwaren, als Glanzüberzug auf Süßigkeiten, und sogar in Naturkosmetik ausfindig zu machen.

Also vegan ist der Shellac schon mal nicht mehr, weil es sich hier ja um ein tierisches Produkt handelt.

Wie wird der Rohstoff (E 904) gewonnen?

Die Pflanzenläuse leben auf der Pappel (ein Weidengewächs) und durchbohren diese um an das Harz zu kommen. Ihre Ausscheidung ist das Endprodukt (E 904) also der Gummilack. Um zu verstehen wie das geht erkläre ich euch erstmal die „Ernte“.  Die Lackschildläuse überziehen die Äste mit ihrem Sekret um ihre Nachkommen zu schützen. Haben die Lackschildläuse dieses getan müssen die Äste abgeschnitten, zerkleinert, getrocknet und geschmolzen werden. Dass die Läuse währenddessen teilweise noch auf den Ästen sind, ist Teil des Vorgangs, denn auch daran klebt das Harz. Für jedes Kilogramm Shellac kommen etwa 300.000 Läuse ums Leben.

Wenn das Harz gewonnen wurde, wird es mit entsprechenden Chemikalien zum Nagellack verarbeitet

 

Sarah ist die HORN&HAUT-Fee und eine Expertin für Kosmetik & Fußpflege. Ständig auf der Suche nach neuen Produkten und Behandlungsmethoden um diese anzuwenden und darüber zu berichten.

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